Wichtige Google Analytics-Reports für Einsteiger

Die drei wichtigsten Reports für Einsteiger

Update vom 08.08.2017

Drei Reports, die du dir in Google Analytics anschauen solltest

In meinem letzten Newsletter habe ich eine kleine Umfrage gestartet und meinen Lesern drei Fragen gestellt:

1. Ist Google Analytics bereits auf deiner Website installiert?

Die Frage verwundert vielleicht, aber es gibt genügend Website-Betreiber, die Bedenken wegen des Datenschutzes haben und deshalb Google Analytics nicht oder noch nicht installiert haben. Sie würden es dennoch gerne nutzen, da es kostenlos ist und sehr umfangreiche Auswertungen und Statistiken bietet. Inzwischen haben sich die Datenschützer aber mit Google auf eine rechtssichere Lösung geeinigt. Mehr dazu im Artikel Google Analytics datenschutzkonform einsetzen.

2. Wie oft nutzt du Google Analytics (Nie, selten, einmal pro Woche, mehrmals im Monat)?

Die Antworten sind erfreulich: viele meiner Newsletter-Leser schauen oft in ihr Google Analytics-Konto, die meisten einmal die Woche. Das ist schon mal ein guter Anfang, denn es gibt genügend Webmaster, die sich praktisch nie in Google Analytics einloggen und keine Webanalyse betreiben. Das ist aber eine wichtige Voraussetzung, um Websites optimieren zu können.

3. Was ist deine größte Herausforderung bei der Nutzung von Google Analytics?

Die Antwort auf die Frage nach der größten Herausforderung ist sehr eindeutig ausgefallen:

Die meisten Nutzer fühlen sich von den vielen Funktionen, Berichten und Einstellungsmöglichkeiten erschlagen und wissen nicht recht, was genau sie eigentlich messen sollten. Ein weiteres Problem ist zu wissen, welche Zahlen überhaupt wichtig sind bzw. was sie bedeuten. Außerdem wissen viele nicht, wie sie die Daten interpretieren sollen und welche Handlungsempfehlungen sich daraus ableiten lassen.

Daher habe ich in diesem Artikel die drei wichtigsten Google Analytics Reports zusammengestellt, die sich eigentlich jeder Webmaster, unabhängig von der Art der Website, anschauen sollte.

Google Analytics leicht gemacht – geht das überhaupt?

Zugegebenermaßen muss man sich schon ein bisschen mit dem Tool beschäftigen, damit man das Potenzial nutzen kann. Aber anstatt viel Zeit mit endlosem Klicken zu verbringen, legt man am besten erst einmal fest, was das Ziel der Website ist und was man messen möchte. Denn bereits bei der Erstellung der Website hast du dir sich sicher Gedanken gemacht, was dir die Website bringen soll. Was sind also deine Ziele? Diese Ziele kannst du auch in Google Analytics abbilden, z.B.

  • Bekanntheit (Anzahl der Besuche auf deiner Website)
  • Interesse an deinem Produkt oder deiner Dienstleistung (Dauer der Besuche, Seiten pro Besuch)
  • Generierung von „Leads“, also potenziellen Kunden (Anzahl der Aufrufe der Kontaktseite, Anzahl der ausgefüllten Kontaktformulare, Newsletter-Abonnements)
  • Aufbau eines Expertenstatus (Besucherzahlen auf dem Blog, Dauer der Besuche)
  • Verkauf von Produkten (Anzahl der getätigten Verkäufe, Warenkorbabbrüche)
  • Download von PDFs, Anschauen von Videos etc. (Anzahl der Download, abgespielte Videos)

Auch deine Website hat sicher mehrere Ziele.

Die Ziele bestimmen also, welche Berichte du dir in jedem Fall anschauen solltest. Die Google Analytics-Ziele solltest du einrichten, damit du messen kannst, wie viel Prozent der Website-Besucher das Ziel erreicht haben (die sogenannte Conversion). Nicht alle o.g. genannten Ziele kann man so ohne weiteres erstellen, aber grundsätzlich kannst du verschiedene Ziele unter Verwalten / Datenansicht / Zielvorhaben anlegen.

Drei Reports Google Analytics für Einsteiger

Ich werde oft gefragt, welche Berichte ich mir in Google Analytics anschaue. Ich finde natürlich alle interessant ;). Im Ernst: es gibt drei Reports, bei denen ich anfangen würde und die eigentlich für jede Art von Website interessant sind. Als allererstes schaut man sich natürlich die Startseite an.

Seit Juni 2017 gibt es in Google Analytics eine neue Startseite, die eine Übersicht über die wichtigsten Daten bietet. Wenn du nur eine kleine Website hast, reichen die Informationen dort vielleicht sogar schon aus.

Google hat vielleicht gelesen, dass ich mir eine Startseite wünsche, denn schon im Oktober 2015 habe ich geschrieben ;):

Zugegeben, die Benutzeroberfläche von Google Analytics ist nicht gerade nutzerfreundlich aufbereitet. Es fehlt meiner Meinung nach ein Startscreen, in dem alle wichtigen Informationen als allererstes angezeigt werden.

1.)  Akquisition – Alle –Zugriffe – Quelle/Medium

Dieser Report nennt dir die Anzahl der Sitzungen der letzten 30 Tage, aufgeteilt nach den verschiedenen Besucherquellen, über die die Besucher gekommen sind.

Google Analytics Report Akquisition-Quelle-Medium

Was ist wichtig?

Du siehst auf einen Blick, welche Kanäle für deine Website am besten funktionieren und welche vielleicht mehr Aufmerksamkeit benötigen. Kommt über die organische Suche beispielsweise nur ein kleiner Teil der Besucher, sind wahrscheinlich Maßnahmen zur Suchmaschinenoptimierung nötig. Hier siehst du auch, welche anderen Websites auf dich verwiesen haben (referrals). Leider findest du in der Liste viele Spam-Websites, aber du siehst natürlich auch, welche anderen Websites dir „guten“ Traffic gebracht haben, also Nutzer, die mehrere Seiten anschauen, eine höhere durchschnittliche Sitzungsdauer und  vor allem eine Conversion ausgelöst haben.

Die Absprungrate, d.h. wie viel Prozent der Website-Besucher die Website nach dem Aufruf einer einzigen Seite wieder verlassen haben, ist zwar wichtig, sollte aber nicht überbewertet werden. Bei Blogartikeln beispielsweise ist es ganz üblich, dass dieser gelesen wird und die Nutzer die Seite im Anschluss gleich wieder verlassen ohne weitere Seiten anzuschauen. Ist die Absprungrate hoch UND die Verweildauer sehr kurz, gilt es herauszufinden, was an der Seite/am Angebot etc. verbessert werden kann. 100% Absprungrate und null Sitzungdauer ist leider sogenannter Referrer-Spam, den loswerden solltest.

2.)   Akquisition Suchmaschinenoptimierung – Suchanfragen

Um diesen Report nutzen zu können, musst du Google Analytics mit der Google Search Console verbinden. Die Frage, wie man die Position seiner Website in den Suchergebnissen bei Google verbessern kann, treibt viele Webmaster um. Daher würden sie gerne wissen, welche Suchbegriffe die Nutzer eingeben, um auf die Website zu kommen.

Google Analytics Bericht Akquisition Suchmaschinenoptimierung

Was ist wichtig?

Der Suchanfragenreport listet allerdings nicht alle Suchbegriffe auf, viele werden nicht angezeigt „(nicht festgelegt)“. Trotzdem bekommt man viele Keywords angezeigt, bei denen die eigene Website in den Suchergebnissen gezeigt wurde.

Schaue dir die „durchschnittliche Position“ an. Platz 43 bedeutet, dass die Website erst auf der 4. Seite bei Google gezeigt wird. Ist es ein wichtiger Suchbegriff für dich, besteht Handlungsbedarf. Versuche mehr Inhalte zu diesem Keyword/Thema auf deiner Website unterzubringen. Zur Erklärung: nicht das Keyword jetzt X-Mal im vorhandenen Text unterbringen, sondern eventuell neue Texte schreiben, die das Thema gründlich behandeln.

Wichtig ist auch das Verhältnis zwischen Impressionen (wie oft wurde deine Website in den Suchergebnissen gezeigt) und den Klicks (wie oft wurde auf das Suchergebnis geklickt). Die Click-through-rate (CTR) ist auch für Google ein Rankingfaktor. Versuche also die Meta-Description auf deiner Website zu verbessern. Diese ist kein Rankingfaktor, soll aber eine Anregung für die Nutzer sein, deine Website im Suchergebnis anzuklicken.

3.)  Verhalten – Website-Content – Alle Seiten

Dieser Report gibt Auskunft darüber, wie oft die einzelnen Seiten der Website aufgerufen werden (Seitenaufrufe).

Google Analytics Bericht Verhalten - Website-Content

Was ist wichtig?

Wer ständig neue Inhalte auf seiner Website erstellt, also typischerweise bloggt, möchte natürlich wissen, welche Art von Content am besten ankommt. Dieser Report zeigt nicht nur die Seitenaufrufe, sondern auch Besuchsdauer und die Absprungrate. Ist die Verweildauer hoch und die Absprungrate auch, ist das ok. Der Nutzer hat einfach den Inhalt der Seite gelesen und verlässt nun die Website. Eine niedrige Anzahl der Seitenaufrufe, niedrige Besuchszeit sowie hohe Absprungraten können darauf hindeuten, dass diese Seite nicht den Nerv der Nutzer trifft. Oder auch vielleicht einfach nicht genügend promoted wurde.

Reports in einem Dashboard abspeichern

Du kannst dir auch eigene Reports zusammenstellen und zwar im Menüpunkt Personalisieren – Dashboards. Je nachdem, was für den Nutzer interessant ist, muss dieses Dashboard (oder verschiedene Dashboards) erst eingerichtet werden. Du kannst damit anfangen, die oben erwähnten Reports in einem Dashboard abzuspeichern.

Die Dashboards liefern einen guten und schnellen Überblick über die Top 10 Details des jeweiligen Berichts. Für kleinere Websites reichen die Informationen meist völlig aus.

Ich freue mich über deine Kommentare und Anregungen, welche weiteren Reports für dich interessant wären.

 

Photo by Jeff Sheldon on Unsplash

 

About Cathrin Tusche

Hallo, ich bin Cathrin Tusche und ich blogge hier über Google Analytics speziell für Einsteiger. Im Laufe der Zeit werde ich immer wieder auf einzelne Themen eingehen und näher erklären. Also, stay tuned – und abonniere einfach den Newsletter, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Leave a Reply

Your email address will not be published.

Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Mehr Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen