Eigene Kanäle in Google Analytics anlegen

Wie du in Google Analytics Channel-Gruppierung nutzt

Facebook als eigenen Kanal anlegen

Viele Website-Betreiber nutzen Facebook nicht nur als soziales Medium zum fachlichen Austausch mit Gleichgesinnten und Freunden, sondern setzen auch ihre Fanpage konsequent ein, um Besucher auf ihre Website zu ziehen. Sie posten dort für ihre Fans interessante Artikel als Links und bauen sich auf diese Weise eine Community auf. Und die Anzahl der Besucher über Facebook ist oft anteilig ziemlich hoch, so dass es sich wirklich lohnt, hier aktiv zu werden.

Leider ist in Google Analytics die Aufstellung des Traffics über Facebook etwas unübersichtlich, da Facebook unter Akquisition Quelle/Medium nicht nur als facebook.com/referral angegeben wird, sondern auch als m.facebook.com/referral (für die mobile Version) und l.facebook.com/referral bzw. lm.facebook.com/referral. Das „l“ bezieht sich auf das sogenannte „Linkshim“-Verfahren, mit dem Facebook überprüft, ob die Website möglicherweise Malware enthält.

Nun kann man natürlich die Anzeige in Google Analytics filtern, indem man rechts in die Filteranzeige einfach facebook eingibt:

google-analytics-facebook-tracken

Der Nachteil ist allerdings, dass dann der Kanal Facebook immer noch 4 Einträge enthält. Es können aber noch weitere hinzukommen, nämlich dann, wenn man das Kampagnentracking zum Tracken einzelner Facebook-Posts und Anzeigen nutzt (was sehr empfehlenswert ist). Gerade, wenn man sehr aktiv auf Facebook ist, lohnt es sich einen eigenen Facebook-Kanal anzulegen.

So legst du einen neuen Channel an

Dazu gehst du in die Verwaltung – Datenansicht und rufst die „Channel-Gruppierung“ auf. Vergib einen Namen für die Gruppierung und für die Channel-Definition (hier Facebook). Definiere die Regel „Quelle“ enthält „Facebook“, also woher kommt der Traffic. Außerdem musst du noch das Medium definieren, d.h. welche Art der Übergabe, in diesem Fall „referral“, .d.h. der Verweis. Dann kannst du noch eine Anzeigenfarbe wählen.

Die Channel-Gruppierung einrichten in Google Analytics
Nun kannst du hier den neuen Kanal sehen und auswählen:

Channel-Gruppierung anzeigen lassen in Google Analytics
Du kannst natürlich auch deine anderen Kanäle hinzufügen, die für dich wichtig sind. Die Standard-Gruppierung würde ich nicht ändern, denn das ist die systembedingte Standardansicht, die ich zum Vergleich lieber so belassen würde. So kannst du z.B. auch AdWords-Kanäle definieren nach „branded“ oder „non-branded“ Search oder Pinterest hinzufügen, wenn das für dich ein wichtiger Kanal ist. Oder auch YouTube. Oder die Suchmaschinen zusammenfassen, wie Google, Bing, Yahoo, Duckduckgo etc. Du siehst schon, der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt, vorausgesetzt es hilft dir bei der Analyse deiner Trafficbringer.

Die Kanäle im Zeitdiagramm anzeigen lassen

Übrigens kannst du dir auch die verschiedenen Kanäle im Zeitdiagramm anzeigen lassen. Dazu klickst du links neben dem Kanalnamen das Häkchen an und klickst dann auf das normalerweise ausgegraute Kästchen „Zeilen darstellen“. Dann wird der Kanal oder die Kanäle im Zeitdiagramm dargestellt zusätzlich zum Gesamt-Traffic.

Kanäle anzeigen lassen
Was bringt das?

Du kannst auf diese Weise zwei Kanäle miteinander vergleichen und sehen, ob beispielsweise eine Kampagne in AdWords beispielsweise mit einem sinkenden organischen Traffic korreliert oder ob wie im folgenden Screenshot der Traffic über beide Känale konstant ähnlich hohen Traffic bringt.

Probiere es einfach mal aus, was für dich interessant sein könnte.

Happy Analyzing!

About Cathrin Tusche

Hallo, ich bin Cathrin Tusche und ich blogge hier über Google Analytics speziell für Einsteiger. Im Laufe der Zeit werde ich immer wieder auf einzelne Themen eingehen und näher erklären. Also, stay tuned – und abonniere einfach den Newsletter, um auf dem Laufenden zu bleiben.

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