Social Media Reports in Google Analytics

Social Media Kampagnen mit Google Analytics verbessern

Social Media Optimierung mit den Reports aus Google Analytics

Dies ist ein Update des Artikels vom 22.6.2015, da der Report „Soziale Netzwerke“ in Google Analytics kürzlich verändert wurde.

Social Media Marketing gehört schon lange ins Online-Marketing Repertoire. Und das auch, wenn man „nur“ seine Blogartikel in den sozialen Netzwerken postet. Klingt hoch aufgehängt, aber das ist eben auch Social Media Marketing – nicht unbedingt nur die Anzeigenschaltung bei Facebook und Co. Denn obwohl es unzählige interne und externe Tools zur Analyse der Kampagnen gibt, schlüsselt Google Analytics genau auf, wie viele Besucher von welchem Netzwerk kamen und vieles mehr.

Wieviele Likes, Shares, Retweets etc. du in den sozialen Netzwerken hattest, siehst du in den jeweiligen Statistiken der Netzwerke. Aber was haben diese Besucher dann auf deiner Website gemacht? Wieviele Seiten haben sie angeschaut, wie lange sind sie geblieben, auf welchen Seiten sind sie ausgestiegen? Diese Informationen erhältst du nur in Google Analytics. Man kann auch erfahren, welcher Beitrag den meisten Traffic auf die Website brachte und ob Besucher über Twitter aktiver auf der Website waren und mehr Seiten angeschaut haben, als Facebook-Nutzer.

So lässt sich relativ leicht erkennen, welches Soziale Netzwerk besser für deine Inhalte geeignet ist und wo du vielleicht mehr Zeit und Budget investieren solltest.

Damit du analysieren kannst, welche Links in den Social Media angeklickt wurden, musst du die Links deiner Kampagnen erst noch „taggen“, d.h. du fügst den Links zusätzliche Parameter zu, damit Google Analytics – und auch du selbst  – später erkennt, um welchen Link es sich handelte. Wie man Kampagnen mit dem kostenlosen URL-Builder tagged, erfährst du in diesem Artikel über das Kampagnentagging. Die so mit Tags versehenen Links teilst du dann in den sozialen Netzwerken.

Kleiner Tipp: Erstelle unbedingt eine einfache Liste, z.B. mit Excel mit den verschiedenen Parametern, so dass du den Überblick über deine diversen Kampagnen/Links behältst. Außerdem solltest du immer die gleiche Kampagnenquelle verwenden, also z.B. „Facebook“. Wenn du einmal „facebook“ und dann wieder „fb“ schreibst, tauchen unterschiedliche Quellen im Google Analytics Report auf. Bleibe also konsistent.

Verwende bei mehreren Worten unbedingt den Underscore _, z.B. abc_xyz, da Google sonst den Leerschritt als Prozentzahl darstellt.
Unter Akquisition/Kampagnen/Alle Kampagnen findest du eine Auflistung aller Kampagnen wieder, die je nach eingestelltem Zeitraum liefen, wieviele Besucher diese brachten, welche Absprungraten sie hervorriefen und wieviele Conversions sie auslösten. Unter Conversion versteht man übrigens den Anteil der Website-Besucher, die ein Ziel auf der Website erreicht haben (ein Newsletter bestellt, einen Download getätigt, eine Bestellung ausgeführt etc.).

Aber auch ohne Kampagnentracking erfährst du eine Menge darüber, wie die Sozialen Netzwerke deine Website unterstützen. Ihnen ist in Google Analytics eine eigene Rubrik gewidmet. Es gibt sechs Reports für deine Social Media Aktivitäten:

1) Übersicht

In der Übersicht findest du eine Auflistung, wie viele Sitzungen über welche Netzwerke zustande gekommen sind und welche URLs geteilt wurden. Außerdem siehst du hier den „Wert sozialer Kanäle“. Wenn du in Google Analytics Ziele definiert hast, kannst du die Conversions messen und zwar alle Conversions auf deiner Website im Verhältnis zu den Conversions durch die sozialen Netzwerke (Anteil an Conversions über soziale Medien). Findet eine Conversion innerhalb des Sitzungszeitraums statt, währenddessen ein Nutzer auf die Website gekommen ist, nennt man das „Soziale Conversion bei letzter Interaktion“, da die letzte Interaktion gezählt wird. Beim „Anteil der Conversion über soziale Medien“, kann jemand auf die Website kommen, keine Conversion auslösen, aber später wiederkommen und dann „konvertieren“. So kann man den Wert der sozialen Netzwerke an den Gesamt-Conversions sehen und feststellen, ob sich das Engagement in den sozialen Medien lohnt.

Im Menü Soziale Netzwerke in Google Analytics findest du Informationen über deine Aktivitäten in den Social Media

2.) Netzwerkverweise

Bei den Netzwerkverweisen findest du zwei Zeitdiagramme. In blau werden die Sitzungen (also Besuche) dargestellt, die über die sozialen Netzwerke gekommen sind, in orange die Anzahl aller Sitzungen im gewählten Zeitraum. Darunter befindet sich die Auflistung der einzelnen Netzwerke und die Informationen darüber, wie lange die Nutzer durchschnittlich auf deiner Website waren und wie viele Seiten sie sich angeschaut haben. Diese Werte sind ein guter Anhaltspunkt, um festzustellen, welches Netzwerk die „wertvollsten“ Besucher bringt.

3.) Zielseiten

Auf welche Seiten deiner Website die Besucher über die sozialen Medien kamen, findest du unter Zielseiten. Wenn du hier die sekundäre Dimension „soziales Netzwerk“ dazuschaltest, siehst du, welchem Netzwerk du die meisten Besucher verdankst. Hier gewinnst du auch einen Eindruck darüber, welche Inhalte in welchem Netzwerk besonders gut ankommen.

4.) Conversions

Dieser Report ist essenziell, um festzustellen, ob sich das Engagement in den sozialen Netzwerken auch monetär lohnt. Dazu musst du zuerst Google Analytics Ziele definieren und einen Wert festlegen, wie viel dir eine Conversion Wert ist. Gehe dazu unter „Verwalten“ in die Datenansicht/Zielvorhaben und erstelle ein neues Ziel. Allerdings werden in diesem Report alle Conversions zusammengefasst. Wenn du also mehrere Ziele und darunter auch Ziele wie „Verweildauer über 2 Minuten“ oder „mehr als 3 Seiten angesehen“ angelegt hast, dann ist es besser sich den Conversion-Report anzusehen, da die Zusammenfassung aller Conversions vielleicht nicht so aussagekräftig ist.

5.) Plugins

Dieser Report listet auf, welche Artikel über deine Share-Buttons auf Deiner Website geteilt wurden. Google +1-Interaktionen, also wenn Nutzer den Artikel auf deiner Website „geplussed“ haben, ist keine weitere Einrichtung nötig. Für alle anderen Netzwerke ist eine Anpassung des Tracking Codes nötig.

Aber bitte bedenken: grundsätzlich sind diese Plugins mit denen Nutzer direkt auf der Website ein Facebook-Like etc. vergeben kann, datenschutzrechtlich bedenklich und sollten nur nach eingehender Prüfung auf der Website eingesetzt werden. Auf dieser Website wird zum Teilen der Artikel das Plugin „Shariff“ verwendet, das vom Heise-Verlag stammt (weitere Informationen dazu unter http://www.heise.de/newsticker/meldung/Datenschutz-und-Social-Media-Der-c-t-Shariff-ist-im-Einsatz-2470103.html

6.) Nutzerfluss

Diesen Report hält man leicht für eine Spielerei, aber es ist interessant zu sehen, über welche Netzwerke die Nutzer welche Wege auf deiner Website eingeschlagen haben. So findest du heraus, ob Nutzer auch z.B. auf Produktseiten weitergehen, wenn sie von den sozialen Netzwerken kommen oder ob sie nur an den Artikeln, die du geteilt hast, interessiert sind.

Die wichtigste Frage, die sich Firmenchefs in Zusammenhang mit den sozialen Medien stellen, ist ja immer: bringt uns das etwas? Reichweite, ja, Imagesteigerung, ja – aber was ist mit Umsatz? Auch wenn der sogenannte Social ROI (Return on Investment) nicht immer ganz leicht nachzuvollziehen ist – eines ist klar: ohne die Sozialen Medien hättest du nicht so viel qualifizierten Traffic auf deiner Website.

Denn wer von den Netzwerken aufgrund einer Deiner Beiträge kommt, hat schon mal potenziell Interesse an deinem Angebot.
Nun geht es darum, festzustellen, auf welche Kanäle Du Dich konzentrieren solltest, wenn die Ressourcen knapp sind, auf welche Art von Content für deine Zielgruppe und auf welche Themengebiete.

Wenn du sehr aktiv in den sozialen Netzwerken bist und herausfinden möchtest, was dein Engagement bringt, wirst du letztendlich nicht umhin können dir zusätzlich ein professionelles Social Media Monitoring/Management-Tool zuzulegen.

Happy Analyzing!

About Cathrin Tusche

Hallo, ich bin Cathrin Tusche und ich blogge hier über Google Analytics speziell für Einsteiger. Im Laufe der Zeit werde ich immer wieder auf einzelne Themen eingehen und näher erklären. Also, stay tuned – und abonniere einfach den Newsletter, um auf dem Laufenden zu bleiben.

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