Die Google Search Console

Wie du von der Google Search Console profitieren kannst

Wenn du eine Website selbst betreust, hast vielleicht schon den Tipp bekommen, dich bei den Google Webmaster Tools anzumelden, die seit April 2015 Google Search Console heißen (siehe auch die SEO-Tool Masterliste). Google hat den Bereich der Suchanalyse ausgeweitet und daher den etwas sperrigen Namen Search Console gewählt.

Du hast dich noch nicht angemeldet, weil du gar keine Notwendigkeit dafür siehst? Solltest du aber, denn Google liefert hier ein kostenloses Tool, das dir viele wertvolle Hinweise für die Optimierung deiner Website gibt. Google zeigt dir in der Search Console, wie seine Crawler deine Website technisch gesehen erfassen, während Google Analytics Auskunft darüber gibt, was deine Besucher auf deiner Website machen oder über welche Kanäle sie auf die Website gekommen sind.

Hier findest du einen Überblick über die wichtigsten Informationen, die du in der Search Console finden kannst:

Die Google Search Console gibt wertvolle Tipps zur Website-Optimierung

1.) Darstellung der Suche

1.1.) Hilfe bei den strukturierten Daten

Hier wird angezeigt, ob du strukturierte Daten für deine Website verwendest und ob sie richtig eingegeben wurden. Strukturierte Daten helfen Google bei der Interpretation des Inhalts deiner Website. Es werden dabei HTML-Markups zu den Seiten deiner Website hinzugefügt, wodurch auch in den Suchergebnissen „Rich Snippets“ ausgespielt werden können, also zusätzliche Informationen der Website. Das Hinzufügen solcher zusätzlichen Informationen, z.B. für Produkte, Bewertungen und Eventdaten ist mit dem Data Highlighter recht einfach, aber natürlich kann man auch aufgrund der bei schema.org gelisteten Daten-Markups den HTML Code selbst verändern und mit der Search Console testen lassen, ob alles richtig funktioniert.

1.2.) Welche HTML Verbesserungen solltest du an deiner Website vornehmen?

Dieser Menüpunkt zeigt dir, ob du beispielsweise doppelte „title-tags“ verwendest. Dies kann leicht passieren, wenn du beispielsweise Blogartikel mit sehr ähnlichen Themen schreibst und aus Versehen den gleichen <title> gewählt hast. Dann weiß Google natürlich nicht, welche Seite nun bei dem Suchbegriff ausgespielt werden soll. Der <title> tag, also der HTML-tag, den du oben im Reiter des Browsers siehst, ist einer der wichtigsten Onpage-SEO-Maßnahmen, daher solltest du ihn sorgfältig wählen.

HTML-Verbesserung in der Search Console2.) Suchanfragen

Dieser Bereich wurde stark überarbeitet seit der Umbenennung der Webmaster Tools in Search Console.

2.1.) Die Suchanalyse

Google hat Webmastern im Laufe der Zeit immer mehr Informationen darüber weggenommen, mit welchen Suchanfragen bzw. Keywords die Nutzer auf deine Website kommen. Das macht es bezüglich SEO immer schwerer herauszufinden, für welche Keywords man seine Seiten optimieren sollte. In Google Analytics sieht man zu ca. 80% nur den Eintrag „not provided/nicht festgelegt“. Etwas mehr Auskünfte gibt dafür die Search Console. Damit du auch in Google Analytics diese Daten einsehen kannst, ist es sinnvoll die Search Console mit Google Analytics zu verbinden.

Mit welchen Suchanfragen sind Besucher auf deine Website gekommen?

Diese Frage beschäftigt jeden Webmaster und in der Suchanalyse erfährst du, bei welchen Suchbegriffen deine Website in den Suchergebnissen gezeigt wurde (möglicherweise erst ab Seite 2 oder weiteren Seiten). Das sind die sogenannten Impressionen. Die Klicks zeigen, wie oft dann tatsächlich auf das Suchergebnis geklickt wurde, daraus ergibt sich die Klickrate. Diese Klickrate, auch CTR oder click-through-rate genannt, ist ein wichtiger Hinweis für Google, wie interessant und relevant deine Website für Besucher ist und gleichzeitig ein wichtiger Ranking-Faktor.

Du kannst auch die Seiten analysieren, die in den Suchergebnissen erschienen sind und die geklickt wurden. Solche Seiten sind besonders interessant für deine Nutzer, halte sie also möglichst aktuell. Außerdem ist eine Analyse nach Ländern, Geräten, Suchtyp und Zeiträumen möglich.

Die Suchanalyse in der Search Console

Interessant ist auch der Vergleich von zwei verschiedenen Keywords. So kann man feststellen, ob es sich möglicherweise lohnt eine Seite auf ein anderes Keyword hin zu optimieren.

Suchanalyse Vergleich

2.2) Welche Links verweisen auf die Website?

Unter „Suchanfragen/Links zu Ihrer Website“ findest du heraus welche Links zu deiner Website verweisen. Diese Backlinks sind für Google ein wichtiges Signal, wie interessant deine Website für andere Nutzer ist. Für die Suchmaschinenoptimierung ist es unerlässlich sich mit dem Thema Linkbuilding zu beschäftigen. Und das heißt nicht, dass man sich in Hunderte Webkataloge einträgt oder Links kauft ;).

2.3) Nutzerfreundlichkeit auf Mobilgeräten

Neu hinzugekommen ist der Unterpunkt „Nutzerfreundlichkeit auf Mobilgeräten“, der auf eventuelle Probleme mit der Darstellung auf Mobilgeräten hinweist.

Nutzerfreundlichkeit auf mobilen Geräten

3.) Google Index

3.1.) Sind die Seiten deiner Website überhaupt im Index?

Der Indexierungsstatus gibt die Anzahl der URLs wieder, die für die Anzeige in den Suchergebnissen zur Verfügung stehen. Diese Zahl kann variieren, wenn URLs hinzugefügt oder entfernt werden. Es werden mehr Seiten gecrawlt als angezeigt werden, denn es gibt auf den meisten Websites auch URLs, die nicht angezeigt werden sollen (noindex) oder Seiten, die Google als Duplikat erkennt. Grundsätzlich sollte aber dieser Wert ansteigen, wenn du regelmäßig neue Artikel auf deiner Website veröffentlichst.

3.2.) Content-Keywords – wie interpretiert Google deine Website?

Dieser Bericht ist wirklich spannend, denn hier werden die Keywords und Varianten aufgelistet, die Google beim Crawlen gefunden hat. Somit erfährst du wie Google deine Website interpretiert. Wenn du auf ein Keyword klickst, siehst du auf welchen Seiten Google dieses Keyword findet. Möglicherweise findest du dann, dass diese Begriffe gar nicht wirklich zum Thema der Seite passen und musst das Keyword bzw. den Text nochmals anpassen.

 

Content-Keywords in der Search ConsoleGoogle selbst schreibt dazu in der Hilfe:

„Der Stellenwert eines Keywords bemisst sich daran, wie oft es auf den Seiten Ihrer Website gefunden wurde. Klicken Sie auf ein Keyword, um sich die Seiten mit dem Keyword anzeigen zu lassen. Sowohl Keywords als auch ihre Varianten sind entsprechend der Häufigkeit ihres Auftretens aufgelistet.“

Aber bitte fange jetzt nicht an dein Hauptkeyword x-Mal in einem Text zu verwenden. Das wäre Keyword-Stuffing und darin sieht Google nur Spam. Auch für deine Nutzer würde sich ein solcher Text merkwürdig anhören. Wenn das Keyword in der Überschrift und am Anfang des Textes vorkommt, was ja normalerweise ganz automatisch der Fall ist, dann ist das völlig ausreichend.

4.) Crawling

4.1.) Gibt es Fehler, die behoben werden müssen?

Wenn du die Seitenstruktur auf deiner Website änderst und keine Weiterleitung eingerichtet hast, merkt Google, dass die Seite nicht mehr existiert und listet diese Fehlermeldungen auf. So fallen dir vielleicht Fehler auf, die du sonst gar nicht bemerkt hättest.

4.2.) Kann man eine neue Seite indexieren lassen?

Theoretisch sollten neue Seiten automatisch nach einiger Zeit erfasst werden, wenn du eine Sitemap eingerichtet hast und diese auch automatisch aktualisiert wird. Mit der Funktion „Abruf wie durch Google“ kannst einzelne URLs crawlen und rendern lassen, um zu sehen, wie Google die Seite sieht.

4.3.) Ist mit der robots.txt Datei alles in Ordnung?

Laut Google benötigst du die robots.txt-Datei nur, wenn deine Website Inhalte aufweist, die nicht von Google oder anderen Suchmaschinen indexiert werden sollen. Wenn Google deine gesamte Website indexieren darf, benötigst du keine robots.txt-Datei (auch keine leere). Sinnvoll ist aber das Ausschließen der Anmeldeseiten zu deinem jeweiligen Backend. Bei WordPress ist das schon automatisch eingerichtet.

4.4.) Ist eine Sitemap eingerichtet worden?

Die Sitemap ist eine XML-Datei, die Google das Crawlen deiner Website erleichtert, eine Art Inhaltsverzeichnis. Unter dem Menüpunkt „Crawling/Sitemaps“ kannst du sie ganz einfach hinzufügen (siehe roter Button oben rechts).

5.) Sicherheit

Gibt es Sicherheitsprobleme?

Der Menüpunkt „Sicherheitsprobleme“ würde dir anzeigen, wenn Proleme geben sollte.

Die Inhaberschaft der Website in der Search Console bestätigen und mit Google Analytics verknüpfen

Am einfachsten funktioniert die Verifizierung der Inhaberschaft der Website, wenn du bereits in Google Analytics angemeldet bist. Dazu musst du die Administratorrechte haben und auch die gleiche E-Mail-Adresse verwenden. Alternativ kann auch z.B. eine von Google generierte HTML-Datei auf den Server hochgeladen werden.

Wenn du Google Analytics mit der Search Console verbindest, werden in Google Analytics im Suchanfragenbericht die Daten der Suchanalyse der Search Console aufgeführt. Dazu musst du nicht nur deine Website in der Search Console hinzufügen, sondern auch in Google Analytics unter „Verwaltung/Property/Einstellungen“ die Konten verknüpfen.

Die Search Console bietet einen umfangreichen Überblick über deine Website, weswegen die Anmeldung für deine Maßnahmen zur Suchmaschinenoptimierung unerlässlich ist.

 

About Cathrin Tusche

Hallo, ich bin Cathrin Tusche und ich blogge hier über Google Analytics speziell für Einsteiger. Im Laufe der Zeit werde ich immer wieder auf einzelne Themen eingehen und näher erklären. Also, stay tuned – und abonniere einfach den Newsletter, um auf dem Laufenden zu bleiben.

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